
Der Autor vor der Hagia Sophia
in Istanbul.
- Impressionen einer
Reise, denn irgendwo
muss man ja anfangen. -
©2007

Es
gibt so einige Indizien dafür, dass Martin Luther nicht nur Übersetzer
der Bibel, sondern auch Co-Autor war. Und dass die Evangelisten
nahe Zeitgenossen des Deutschen gewesen sein könnten, wodurch das Neue
Testament seinem Namen dann wortwörtlich alle Ehre macht und
tatsächlich
erst in der Reformationszeit ausgestaltet wurde. Da kommt dann sofort
die Frage nach dem Alten Testament auf, ob es denn tatsächlich soviel
älter sei, als das Neue Testament?
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Friedliche
Koexistenz von
Jesu und arabischem Fließmosaik in Istanbul. Da der christliche
Heilsbringer auch im Koran als Prophet in Erscheinung tritt, kann er
nicht ganz weltfremd gewesen sein, was allerdings die
Auferstehungstheorie als Absurdum erklärt, weil der Islam doch
erheblich später verkündet wurde. Oder war der Islam vor der
christlichen Kirche auf der Welt, was aus vielerlei Hinsicht plausibel
erscheint?
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Himmelsstier und
Sonnenrad - Venuskult trifft Mithrakult. Überall im Orient
lassen sich
Spuren der Venusverehrung finden, die die Menschen vor 3500 Jahren
am deutlichsten beeinflusst hatte, so auch im Alten
Testament: Aron und das Goldene Kalb.
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Impressionen vom antiken
Pergamon, der Zeus-Altar steht aber in Berlin im Museum.
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Die
Schriften der
zweitgrößten Bibliothek der Antike, hier in Ephesus, gingen leider
ebenso vollständig verloren, wie die Schriften der größten Bibliothek
in Alexandria, die von radikalen Christen im Jahre 388 angezündet
worden sein soll. Der Verlust der Schriften von Ephesus ist gerade
deshalb
bedauerlich, weil hier der Evangelist Johannes geschrieben hatte, oder
besser gesagt, schreiben ließ, denn er leitete die Schreibschule, die
erst lange nach seinem Tod die Schriften herausgab, die dann zum
vierten Evangelieum wurden.
Möglicherweise war Johannes jedoch ein Schriftsteller des Mittelalters
und die Rückdatierungen der christlichen Glaubensgeschichte
sind der größte Bluff der Kulturgeschichte. Dann stimmt natürlich
auch keine von den Zahlen, die ich unter der Rubrik "vom Mithra-Kult zu Karl dem Großen"
genannt habe, denn das entscheidende christliche Konzil von Nicäa
(Anatolien) hat dann einen anderen unbekannten Zeitbezug, was nicht
verwundern sollte. Im Übrigen blieb den Historikern der Nachweis der
Person
Karl des Großen bis heute ebenso versagt, auch eine Datierung der
Einhardschen
Biographie ist höchst fraglich. Erst mit den deutschen Kaisern beginnt
eine zumindest plausible Geschichtsüberlieferung.
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Der Medusa-Giebel in
Hierapolis sollte uns auch einen Hinweis auf die Venusverehrung
liefern. Rechts kämpft Gilgamesch mit dem Himmelsstier. Das
babylonische Epos Gilgamesch wird wohl nicht zu unrecht von vielen
Assyrologen als die älteste Literatur- abhandlung angesehen.
Hieraus haben die späteren Schriftsteller des Alten Testaments die
Sintflutsage übernommen. Der spätrömische Mithrakult nahm auch
symbolischen Bezug aus dem Kampf des Gilgamesch.
Fortsetzung folgt...
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