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Vom Mithra-Kult zu
Karl dem Großen
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Jesus Cristus als Wandmosaik in
der Hagia Sophia in Istanbul
um das Jahr 100
Die
Frühchristen lebten allesamt in der sie umgebenen und auch sie
dominierenden
Kultwelt, und für sie war das Bekenntnis zum auferstandenen Jesus
Christus
nicht mit einer Weltanschauung verbunden, diese webten die Kleriker
erst im Laufe
des darauffolgenden Jahrhunderts. Man
muss ferner berücksichtigen, dass alle
christlichen Quellen sekundär sind! Außerdem wurden bei den
Christenverfolgungen nicht nur diese selbst, sondern oftmals auch ihre
Quellen vernichtet. Ein
Christentum
fand somit nicht statt. Die
Religiosität des Römischen Reiches war durch
einen Polytheismus geprägt, d. h. gleichsam den Griechen verehrten sie
mehrere
Gottheiten.
in der Mitte
des 2. Jahrhundert
Unter
dem Kaiser
Mark Aurel wurde der Kult des
Sonnengottes Mithra bei den Legionen
zu der
bestimmenden Gottheit. Die Gründe dafür liegen wohl in der
kämpferischen
Vorstellung, die man von diesem Gott hatte: die Sonne, das Licht
kämpfte
ständig
gegen die Dämonen der Finsternis.
Die
römischen Legionen schleppten diesen Kult
bereits vor der Zeitenwende aus
Mesopotamien ein. Und
wahrscheinlich
hatte bereits Alexander der Große im dritten vorchristlichem
Jahrhundert
Berührung damit als er den Turm zu Babel (Babylon) zerstören ließ.

Ein Sonnenrad, als Symbolik des
Mithrakultes auf einer Marmorplatte vor der Celsus-Bibliothek in
Ephesus (links). Rechts der Kampf mit dem Himmelsstier, wie ihn die
Anhänger des Mithrakultes gern für den kriegerischen Aspekt des
Sonnengottes in Anspruch nahmen - ein Reliefbruchstück aus der Stadt
Hierapolis (Südtürkei).
Im Mithra-Kult
waren die Anhänger in mehreren
Ständen organisiert, der wohl wesentlichste war der Stand der miles, Angehöriger des heiligen
Heeres des unbesiegten Sonnengottes. Miles
Christi
nannten sich 800 Jahre später auch die christlichen Ritter auf ihren
Kreuzzügen
nach Jerusalem. Hier begegnen wir einer christlichen Rückbesinnung!
Heidnisches Brauchtum bildet also die Grundlage für beinahe jegliches
christliches Handeln. Ebenso wurden bei Mithra rituelle Waschungen und
rituelle Speisungen zelebriert, die mit Sicherheit als Vorläufer der
Wesenssakramente des Christentums, die Taufe und
das Abendmahl,
angesehen
werden können. Und schließlich entstammt das Wort Sakrament selbst dem
Mithra-Kult und bezeichnete die Einführung eines Angehörigen in den
Stand eines
Eingeweihten. Das Hauptfest war die
Geburt des Sonnengottes, was immer
die Tage nach der Wintersonnenwende, Weihnachten,
gefeiert wurde. Auch verdächtig - oder?
das
Jahr 272
Paulus von Samosata (Patriarch von Antiochia) abgesetzt, weil er in
Christus nur einen zur gottgleichen Würde erhobenen Menschen sah, was
die Kaiser des Römischen Reiches ja tatsächlich auch sein wollten!
das
Jahr 274
Kaiser
Aurelian erhebt den
Sonnengott Mithra zur römischen Reichsreligion und lässt die Christen
weiter
streng verfolgen.
das
Jahr 303
Größte und letzte Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian.
das Jahr 312
Kaiser
Konstantin schlägt das weit
überlegene Heer des Maxentius an der Milvischen Brücke über den Tiber
vor den
Toren der ewigen Stadt Rom. Dieser Sieg gelang ihm offenbar nur unter
Hilfe der
Christensekte, denn sowohl unter seinen eigenen Soldaten, als auch
unter denen
seines Gegners war eine nicht unerhebliche Anzahl Christen. Ob es aber
nun so
viele waren, dass sich der Sieg allein damit begründen lässt, muss
trotzdem
bezweifelt werden!
Aber noch unbegreiflicher scheint die Tatsache, dass
Konstantin nach seinem Sieg die Christen von Verfolgung freisprach und
ihren
Kult mit Mithra gleichsetzte. Und dieses bleibt daher so ungewöhnlich,
weil er keinen
ersichtlichen Nutzen daraus ziehen konnte, und weil er bis zu seinem
Tode kein
Christ wurde, sondern dem Mithra-Kult anhängig blieb. Die
Konstantinische Schenkung des Kirchenstaates, von der Kurie oft als
Quelle zitiert, ist eine Fälschung. Tatsächlich war es der Frankenkönig
Pippin, der das 756 tat. Mit erheblichen Eigennutz, versteht sich doch?
Die christlichen Demagogen fanden jedoch für das seltsame Siegesglück
des Jahres 312 schnell eine Erklärung: Sie wollen uns doch tatsächlich
weismachen, dass der Kaiser
von einer
verbotenen Gottheit geträumt hatte – von der man aber gar nicht träumen
konnte,
weil sie in der römischen Öffentlichkeit nicht gegenständlich, sondern
lediglich eine der vielen verbotenen Sekten war – und dass er daraufhin
die
Schilde seiner Soldaten mit dem verbotenen Symbol der verbotenen
Gottheit
bemalen ließ, sodass die streng dem Mithra-Kult verfallenen Legionen
mit dem
verbotenen Symbol aufs Schlachtfeld zogen und den Sieg davon trugen.
Man
muss
sich diesen Unsinn einmal bildlich vorstellen! Bereits unter
Kaiser Trojan wurde im Jahre 112 die zuvor
willkürliche
Christenverfolgung per Gesetzt geregelt. Die Anhängerschaft zur
Christensekte
war strafbar und musste geahndet werden. Kaiser Konstantin hätte also
somit
gegen geltendes Recht verstoßen. Aber vor allem hätte er sich selbst
beseitigt! Die
Christen wurden schließlich nicht wegen ihrer
Religiosität verfolgt, sondern weil sie den gottähnlichen Kaisern
die Huldigung versagten!
Vielleicht jedoch bildete eben die Mystik dieser Schlacht
den Nährboden für spätere Bezüge, und des Kaisers und der Senatoren
Gewissen
konnte bestimmt schon damals mit Geld manipuliert werden!
Fakt jedoch
bleibt, dass gerade durch die Freisprechung der
Christen die entscheidende Wendung zum Monotheismus des Jesus Christus
seinen
Anfang nahm. Und es bleibt die unbeantwortete Frage: Warum?
das
Jahr 320
Konstantin fügte
das
christliche
Kreuz dem Reichssymbol , dem Sonnenrad, was für den Sonnengott Mithra
stand,
hinzu.
die
Jahre 325
/ 326
In
Nicäa (Anatolien) wurde das 1. christliche Konzil abgehalten. Man
verwarf die Lehre des Arius von
Alexandria, der Gott und seinen Sohn Jesu nicht für wesensgleich
hielt! Kurzerhand legte man den Frühling auf den 21. März fest und das
Osterfest auf den Sonntag nach dem erten Frühlingneumond, deshalb das
variable Datum für die schändliche Kreuzigungszeremonie des Heilands.
Mit dem Osterbezug, übrigens auch einem
heidnischen Brauch, besann man sich ausgerechnet auf das jüdische Pashafest,
was an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert, was der
Überlieferung nach im
14.
Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung gewesen sein sollte, und
wegen des
damals vorherrschenden Mondkalenders nicht auf einen konkreten Tag
definiert
werden konnte. Zur Zeit der Kreuzigung des Jesu von Nazareth war aber
im Römischen Reich bereits der Sonnenkalender eingeführt. Es gab also
ein konkretes Datum, was auch heute noch Gültigkeit hätte, wenn man es
denn wüsste!
Das,
überhaupt, war das Kardinalproblem
des sich
herausbildenden Christentums: man hatte zwar die zunächst über
Generationen hinweg mündlich überlieferte Geschichte des Märtyrers Jesu
von
Nazareth,
doch deren Berichterstatter hatten einfach das Datum seiner Kreuzigung
vergessen!
Erwähnen möchte ich hier nur kurz, dass nach der Überlieferungen in der
Kulturgeschichte einiger Völker vor dem
Auszug der Israeliten aus Ägypten der Mond einen anderen Lauf hatte.
Das Jahr hatte nur 10 Monate, die Woche 9 Tage!
Hat
sich denn wirklich noch niemand darüber Gedanken gemacht, dass
ausgerechnet der 12. Monat, Dezember nämlich, eigentlich 10. Monat
heißt? Dass der 11. Monat, November nämlich, eigentlich 9. Monat heißt
... dass der 10. Monat, Oktober nämlich, eigentlich 8. Monat heißt...?
Der Auszug der Israeliten jedenfalls soll im ersten Monat des
neuen Jahres stattgefunden haben, im März
also, denn Januar und Februar waren der Überlieferung nach erst viele
Jahrhunderte später hinzugefügt worden, zur Berechnung des Tagesganges
durch das damalige Jahr wurden diese beiden Monate offensichtlich noch
nicht benötigt!
das
Jahr 375
Die Christen beseitigen
die Dokumente der
Gedankenwelt des Mithra-Kultes, Mithras
Hymnus,
vollständig.
das
Jahr 388
Die
Feier zur Geburt
des
Sonnengottes wird von den Christen in die Feier zur Geburt Jesus
Christus umgewandelt, dessen
wirklichen
Geburtstag niemand kennen dürfte, denn der war zwischen 4 vor unserer
Zeit bis 8 nach unserer Zeit, wenn dass überhaupt stimmt..
Leider passierte in diesem Jahr noch ein viel größeres Mißgeschick für
die Menschheit, denn fanatische Christen entzündeten die Serapeion-Bibliothek
in Alexandria und vernichteten 200 000 Schriftrollen, die den
Historikern die Suche nach der Wahrheit mit Sicherheit erleichtern
würden. Aber so kommt diese nun wenigstens nie wieder ans Tageslicht
und wir müssen uns nicht länger den Kopf darüber zerbrechen!!!
Unerklärlich bleibt so leider
auch, wann
die Kreuzigung des Jesu von Nazareth und
dessen
Auferstehung als Jesus Christus nun tatsächlich stattfand, denn auch
die Schriften der zweitgrößten Bibliothek der Antike, die
Celsus-Bibliothek in Ephesus, wo immerhin der Evangelist Johannes und
der Apostel Paulus wirkten gingen gänzlich verloren.

Die Wirkungsstätte des
Evangelisten Johannes in Ephesus. Natürlich ist es so, dass Johannes
das Evangelium nicht selbst verfasst und herausgegeben hatte, sondern
das taten die Schüler der johanneischen Schreibschule nach seinem
Ableben. Der Evangelist war nur Interpreter der mündlichen
Überlieferungen, wovon leider auch kein Original mehr existiert. Ist ja
auch logisch, denn Papyrus hatte eine natürliche Haltbarkeit von 200
Jahren.
das Jahr 391
Von
dem
1. Konzil an (325-326) begann nun die systematische Verdrängung
und gleichzeitige Kopierung des Mithra-Kultes auf das Christentum,
was schließlich im
Verbot
durch Kaiser
Theodosius im Jahre 391
gipfelte.
Trotzdem fiel den
Priestern und neuen Demagogen nichts besseres ein, als wesentliche
Elemente von
Mithra auf das entstehende Christentum zu übertragen, allem voran die
Sonne.
Und der Märtyrertod des christlichen Heilands ist für antike
Verhältnisse eine
absolute
Alltagsgeschichte, da unzählige von gleichartigen Ereignissen
stattfanden. Und darin steckt schon wieder ein Schlüssel, denn hätte es
die Wundertaten
und die
Kreuzigung, wie sie mit dem Schicksal des Jesu von Nazareth beschrieben
wurden,
wirklich nur einmal gegeben, wären sie mit Sicherheit nie berichtet
worden, und
es hätte
auch kein Christentum gegeben. Es wird also so sein, dass sowohl vor,
während
und nach der Lebenszeit des Jesu von Nazareth eine Vielzahl identischer
Schicksale das Interesse der Menschen erweckte und die Figur des Jesu
mit all diesen verschiedenen Legenden zum Mythos verklärt wurde, um dem
auferstandenen Christus eine glaubhafte Basis zu verleihen. Die Auferstehung selbst hat ein so banales
Verständnis: wenn
man weiß, dass
Wiederauferstehungsrituale
schon bei den Sumerern, Assyrern und Babyloniern lange vor dem
von der Bibel überlieferten Auszug der Israeliten aus
Ägypten an der Tagesordnung waren.
Doch
möchte ich nicht verschweigen, dass die
Mystiker der christlichen Weltanschauung eine neue Idee hatten. Die
Vorstellung, nämlich, dass Gott sowohl Vater, als
auch Sohn,
als auch Heiliger Geist in einem Wesen sei.
Diesem Anspruch konnten allerdings nicht alle Christen
folgen, allen voran Arius von
Alexandria. Und das sei hier besonders
bemerkt,
auch nicht die Goten, Vandalen, Burgunder und Langobarden. Diese Völker
wurden
allesamt Arianer
und trugen die Lehre des Arius noch Hunderte Jahre
später in
ihren Köpfen umher.
das
Jahr 405
Hiëronymus übersetzt in Bethlehem die Bibel aus dem Hebräischen
und Griechischen ins Lateinische. Seit 1546 ist allein diese
Übersetzung der Maßstab des katholischen Glaubens.
das Jahr 410
Ein Ereignis erschütterte die christliche Welt. Die "barbarischen
Horden" des Alarich eroberten die heilige Stadt Rom.
Der Gotenkönig gab die Stadt zur
Plünderung frei. 800 Jahre nach dem Keltensturm war die Stadt erstmals
wieder in der Hand eines feindlichen Heeres – ein Trauma! Die Christen
hatten jedoch noch Glück im Unglück, denn die Goten waren Arianer,
ließen die christlichen Bauwerke unangetastet. Oder lag das nur daran,
dass sie vor Generationen, als Söldner des Römischen Reiches, selbst
dem Mitrah-Kult verfallen waren und die neuen
christlichen Altäre genau an der Stelle der Kultstätten Mithras
errichtet waren?!
das
Jahr 440
Der römische Patriarch Leo I.
nennt sich selbst Vater, Papst,
aller Christen und erhebt somit das Patriarchat Rom vor die
Patriarchate Konstantinopel, Antiochia, Jerusalem und Alexandria zum
Zentrum des katholischen Glaubens. Es war der erste Papst
der Weltgeschichte und stachelte gleichzeitig den Kampf gegen alle
Heidenvölker an. Damit versuchte er unzweifelhaft zu retten, was nicht
mehr zu retten war. Der Untergang des Weströmischen Reiches nahm
bereits Gestalt an.
das
Jahr 451
Schlacht auf den katalaunischen Feldern (Gallien). Flavius Aetius, der
letzte bedeutende römische Feldherr, kämpfte mit Westgoten, unter König
Theoderich, mit Burgunden, mit Sachsen und mit den Salier Franken,
unter König
Merowech, gegen Attila, dem Großkönig der schwarzen Hunnen, und
gegen dessen verbündete Vandalen, unter König Geiserich, gegen dessen
verbündeten Gepiden, unter Odoaker, gegen dessen verbündete Ostgoten,
unter König Valamir, gegen dessen verbündete Ripuarier Franken, unter
ihrem König Gundebaud, und gegen die ebenso mit den Hunnen verbündeten
Skiren, Sweben, Thüringer, Alanen, und Skyten um die Fortbestehung des
Reiches.
Die erste Vielvölkerschlacht der Weltgeschichte, die bis zu 200000
Krieger in den Kampf brachte, endete militärisch gesehen
unentschieden. Christliche Quellen reden jedoch von einer Niederlage
der Hunnen, was wohl lediglich dem Wunsch, nicht jedoch den Tatsachen
entsprach!
Die Hunnen konnten sich mit ihrem gesamten Beutegut geordnet zu Theis
und Donau zurückziehen, waren noch stark genug, ganz Oberitalien zu
plündern, und nur der List Papst Leos war es überhaupt zu
verdanken, dass
sie Rom nicht gleich mitplünderten!
Die moralischen Sieger jedoch waren die germanischen Völker, auch wenn
König Theoderich und König Gundebaud fielen, so sollten diese Völker
doch die neuen Herren Europas sein. Odoaker wurde König von
Italien. Und Merowech einte erstmals beide Frankenvölker und wurde ihr
erster gemeinsamer König. Er besetzte Gallien und begründete das Frankenreich.
Sein Name wurde zum Inbegriff der fränkischen
Königsdynastie - der Merowinger
- sie sollten 300 Jahre lang Europa
regieren, durch ihre brutale Listigkeit und durch ihre Blutsheiligkeit!
das Jahr 493
Der Merowinger Chlodwig
trat als erster germanischer König zum katholischen Glauben über und
verlangte das auch von seinen Vasallen.
das
Jahr 618
In den 3 fränkischen Reichsteilen Neustrien, Austrasien und
Burgund wurde das Amt des Hausmeiers (Majordomus) eingeführt,
weil der oder die Könige, je nach Erbe und Reichsteilung, nicht an der
Spitze jedes Heeres gleichzeitig an allen obligatorischen Kriegen gegen
die Nachbarn reiten konnten.
das
Jahr 629
Der Merowinger Chlothar II.
war der letzte selbstständig agierender König der Franken. Fortan
genügte seinen Nachfahren die Blutsheilgkeit, um die Macht zu
behaupten, und sie überließen die Amtsgeschäfte gänzlich den
Hausmeiern, die der merowingischen Blutsheiligkeit zuvor huldigen
mussten.
das
Jahr 632
Mohammed
starb und löste die arabischen Eroberungen aus. Vorderasien,
Syrien, Armenien, Jerusalem, Ägypten, das
Berberreich um Kahrtago, und die iberische Halbinsel wurden
erobert.
Die Araber schienen unschlagbar! Die Wahrheit ist wohl, dass die
Überfallenen sich von den Arabern befreit sahen und ihnen
freiwillig die Tore der christlichen Burgen und Städte öffneten, denn
immerhin kamen die Araber mit dem größten Wissensstand der damaligen
Welt und brachten Aufschwung in Handel, Handwerk; und sie gewährten
Religionsfreiheit!
das
Jahr 687
Der Hausmeier Pippin
I. erlangte den erblichen Besitz der Majordomuswürde und
konnte diese auf seine Nachfahren übertragen.
das Jahr 716
Nach dem Fall Lissabons und der Beseitigung des Gotenreiches an eben
dieser Stelle gründen die Araber die Kalifate Grenada und Cordoba.
das Jahr 732
Der Hausmeier Karl
Martell schlägt mit den Franken und Langobarden das Heer
des Ahbhar Rachman, Stadthalter des Kalifen von Cordobar, bei
Tours und Poitiers im Herzen des Frankenreiches und zeigte den
südlichen Einwanderern die Grenzen ihrer Expansion auf.
Der Papst versuchte später Karl Martell zu einem Kriegszug gegen die
ihn bedrohenden Langobarden zu überreden, was der Franke wegen deren
Bündnistreue im Kampf gegen die Araber ablehnte.
das
Jahr 751
Der Hausmeier Pippin
II., Sohn Karl Martells, krönte sich zum König der Franken und
entlässt den letzten Merowinger Childerich III.
ins Kloster.
Dieses war ein Staatsstreich gegen die Blutsheiligkeit der Franken, die
spätestens nach dem Ableben von Pippin II. wieder beseitig worden wäre,
ja wenn nicht...
das
Jahr 754
Papst Stephan
II. salbte Pippin II. zum König
der Franken von
Gottes Gnaden.
Konnte das nun die Zauberformel sein, mit der man die Blutsheilgkeit
der Merowinger im Bewusstsein jedes Franken auslöschen konnte?! Würde
der fränkische Adel das annehmen? Ließe sich die Blutsheiligkeit
(Geblütsheiligkeit) durch
die Königswürde von Gottes Gnaden ersetzen?
Zählte das nicht viel mehr, wenn Gott einen König bestallt? Was
brauchte
es
da heiliges Blut!
das Jahr 756
Pippin II. eroberte Teile des Langobardenreiches und schenkte es dem
Papst, pippinische
Schenkung. Der Kirchenstaat
war geboren. War das die
Gegenleistung? (Helf ich dir, hilfst du mir!)
das
Jahr 772
Der Frankenkönig Karl, Sohn
Pippin II. und Enkelsohn des Karl Martell, eroberte die Eresburg an der
Diemel, westlich von Kassel, und schleifte die Irmensul, das Heiligtum
der Engern (Sachsen).
Mit König Karl würde sich alles entscheiden, der Rückfall der Franken
zur merowingischen Blutsheiligkeit oder das Vorantreiben der
Christianisierung Zentraleuropas und damit die Festigung des familieren
Machtanspruches: König von Gottes
Gnaden.
Der Krieg gegen
die Sachsen war sein Gesellenstück, doch es wurden 30 kriegerische
Jahre, denn die
Sachsen wollten keine Christen werden! Dass er es
dennoch schaffte, sie nach wiederholtem auf den Kopf schlagen, zum
Christentum zu überreden, brachte ihm dann im Jahre 800 schließlich die
Kaiserkrone ein.
Natürlich nahm er zuvor die dem Papst bedrohenden Langobarden alle
Macht, indem er sich deren Königskrone auch noch aufsetzte; und die
pippinische Schenkung seines Vaters an die Kurie, den Kirchenstaat,
wiederholte er in ehrwürdiger Weise und zementierte so die
wirtschlaftliche Basis des Katholizismus.
Unter dem Strich bleibt Karl der
Große der Mann, der als erster Germane die römische Kaiserwürde trug,
der als Sachsenschlächter betitelt wurde,
und der die Idee eines allseitigen Christenreiches entwickelte, was
nicht
ausschließlich auf materielle Werte abziehlte, sondern der Menschheit
in vielfacher Hinsicht Modernes brachte, nicht zulezt das Staatswesen
und den katholischen Glauben auf eine neue imperiale Stufe hob, was
dann ausgerechnet von den Sachsen- kaisern mehr als 150 Jahre später
wieder aufgegriffen und weiterentwickelt wurde.

Vielleicht
wären ohne Karl schon damals die Lichter ausgegangen in
Europa und wir könnten heute nicht die wundervolle Krone des Heiligen Römischen Reiches in
der Schatzkammer der Wiener Hofburg bestaunen.
Ebenso wäre an eben dieser Stelle auch nicht die Heilige Lanze zu
finden, die mit dem Nagel aus dem Kreuze Jesu, die Otto I. bereits im
Jahre 955 gegen die Ungarn auf das Schlachtfeld führte (gemäß
der Überlieferung).
- Ralf Schwart -
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