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Sachsenchronik
- ein geschichtlicher Abriss von Ralf Schwart -
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1066
Die
Normannen unter Herzog Wilhelm erobern England und beenden
die fünfhundertjährige Herrschaft der Sachsen.
1112 Aufstand
der Sachsen durch Herzog Lothar (III.) und Erzbischof
Adelbert von Mainz gegen den
Salier-Kaiser Heinrich (V.)
1115 Niederlage
Heinrich (V.) gegen die Sachsen und Annahme des
Wormser
Konkordat (Kaiser verzichtet auf
Investur und belehnt geistliche
Fürsten mit weltlichem Besitz).
1125 Lothar (III.) von Sachsen wird deutscher König. 1133 Lothar (III.) von Sachsen wird römisch-deutscher Kaiser. 1138 Nach dem Tode Lothar (III.) nun der Staufer Konrad (III.) auf dem deutschen Königthron. 1150 Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen, gründet Braunschweig. 1156 Heinrich
der Löwe erhält auch Bayern als Lehen. Kaiser des
Heiligen
Römischen Reiches seit 1150 nun der Staufer Friedrich (I.), Barbarossa.
1158 Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, gründet München. 1160 Der
Obodritenfürst Niklot fällt gegen die Sachsen Heinrich des
Löwen
beim Ausfall aus seiner belagerten Burg Werle bei Schwaan
(Mecklenburg-Vorpommern).
1167 Pribislav, Sohn Niklots, wird Heinrichs Vasall und erhält das Erbland seines Vaters zum Lehen. 1172 Heinrich der Löwe pilgert nach Jerusalem. 1176 Die
lombardischen Städte besiegen Kaiser Friedrich (I.) in der
Schlacht
bei Legnano. Wie auch beim
Italienzug 1174 verweigerte Heinrich der
Löwe dem Kaiser die Heeresfolge.
1179 Der
Kaiser belegt Heinrich den Löwen mit der Reichsacht. Die
Lehen
Bayern und Sachsen werden Heinrich entzogen. Er gilt als vogelfrei und
flieht zu seinem Schwiegersohn, den englischen Prinzen Richard Löwenherz.
1180 Das
ehemalige Herzogtum Sachsen wird aufgeteilt und somit
beseitigt.
Der Erzbischof von Köln erhält das Filetstück Westfalen. Die übrigen
Gebiete westliche der Elbe zerfallen zu kleinen Familiendynastien.
Der östliche Teil Sachsens, das Heinrich den Slawen abgerungen hatte und für das er fremden Fürsten ein Burgenbaurecht verlieh, wurde vom Kaiser an Bernhard von Anhalt, einem Askanier, aus fränkisch- alemannischem Geschlecht übertragen. Dieser Bernhard von Anhalt empfing nun ebenso den Titel Herzog von Sachsen. Der Name wanderte somit flussaufwärts, ohne dass ein Volk wanderte. 1198 Otto
(IV.), Sohn Heinrich des Löwen, wird deutscher Gegenkönig
zum Staufer Philipp von Schwaben, der 1208 ermordet wird.
1209 Otto (IV.) wird römisch-deutscher Kaiser. 1210 Kaiser
Otto (IV.) wird durch Papst Innozenz (III.) gebannt, als
er das
Königreich Sizilien zu erobern beginnt, denn der Papst hatte selbst ein
Auge auf das Filetstück Italiens geworfen und beanspruchte es
persönlich.
1214 Kaiser
Otto (IV.) wird vom Staufer Friedrich (II.) – zunächst
ein
Günstling des Papstes, denn jedoch der ärgste Feind der Kurie – im
Bündnis mit Philipp (II.) von Frankreich besiegt.
1218 Mit
dem Tode Otto (IV.) verabschieden sich die Sachsen endgültig
von
der Bildfläche des deutschen
Hochadels, die sie selbst 300 Jahre zuvor
mit Heinrich (I.) geschaffen hatten.
Die Stadt Rostock erhält Lübsches Stadtrecht, Lübeck wurde von Heinrich dem Löwen zuvor als Paradestadt gegründet. 1423 Nach
dem Aussterben der Askanier wird der Name Herzogtum Sachsen
wieder
frei. Da der Name schon zum
Kürfürstentum Sachsen aufgewertet wurde,
fiel es dem römisch-deutschen König und Kaiser des Heiligen Römischen
Reiches, Sigismund von Luxemburg, was aber zu dem Zeitpunkt Lüzelburg
hieß, nicht sonderlich schwer,
einen neuen Abnehmer für diesen Namen zu
finden. Und seine Wahl fiel auf den Wettiner Fürsten Friedrich (IV.),
Markgraf von Meißen, der nun als Friedrich (I.) den Titel Kurfürst von
Sachsen trug.
Diese neuen Sachsen jedoch hatten nun keinerlei Bezug mehr zu den germanischen Stämmen der Sachsen, die nach England segelten, gegen die Hunnen und den Frankenkaiser kämpften, das erste Königreich deutscher Stämme gründeten und den ersten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation stellten. 1714 Der
Kurfürst von Hannover Friedrich (III.) besteigt als Georg
(I.) den
englischen Thron. Das Haus Hannover
regiert das Inselkönigreich bis
1901.
1901 Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha übernimmt mit Edward (VII.) das Königtum in England. 1917 Das Haus Sachsen-Coburg-Gotha leugnet seine deutschen Wurzeln und benennt sich in Haus Windsor um.
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Diese Einheit war jedoch
nicht
beständig und immer wieder durch Abwehrkämpfe gegen die
einfallenden Dänen und Norweger gekennzeichnet. Im Jahre 1066
besetzte
der Normanne Wilhelm, der Eroberer, die
Insel und schlug den Sachsenkönig Harald bei Hastings vernichtend, der
zuvor seinerseits den Einfall der Norweger zurückschlagen konnte.
Trotzdem waren es die Angeln, die England den Namen gaben, abgeleitet von Angelland, wahrscheinlich der erste Ort, wo die Norweger landeten. Und dennoch waren es auch immer wieder Sachsen, die die Königskrone der Engländer trugen. Und ab dem Jahre 1714 haben diese Sachsen sogar deutsche Wurzeln, denn der Kurfürst von Hannover bestieg als Georg I. den englischen Königsstuhl, obwohl er kein englisches Wort sprach. Das Haus Hannover regierte in England bis 1901 und schloß mit den deutschen Ländern auf dem Kontinent oft enge Bündnisse, so mit Preußen im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) - dem historisch gesehen 1. Weltkrieg der Menschheitsgeschichte. Seit dem Jahr 1901 sitzt schließlich das Haus Sachsen-Coburg-Gotha auf dem englischen Königsstuhl, das sich seit 1917 Haus Windsor nennt. |
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