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Setz ich Dir Blumen auf Dein
Grab,
so geb' ich Leben da, ![]() Ralf Schwart
In
den Geschichtsbüchern findet
man unter dem Jahr 1870/1871 die
Bezeichnung Deutsch-Französischer
Krieg. - Diesen
Krieg hat es
jedoch nie gegeben ! -
Wenn man alle historischen Umstände unvoreingenommen betrachtet, kommt man zum Schluss, dass es einen Krieg gab, den man als Französisch-Preußischen Krieg bezeichnen sollte! Da
die menschliche Deutungskomponente der Sprache den erstgenannten
Namen immer mit dem Urheber, in diesem Falle eines Krieges,
identifiziert, manipulieren also die Geschichtsbücher die
Kriegsursache dahingehend, Deutschland hier als Aggressor zu benennen.
Das jedoch ist in zweierlei Hinsicht falsch: 1. Die Kriegserklärung, und somit der Krieg, ging von Frankreich aus ! 2. Deutschland gab es nicht ! zu den Hintergründen: Die
spanische Monarchie konnte nach dem Verscheiden des Königs keinen
Erben vorweisen. So beschloss man die Krone dem preußischen Erbprinzen
anzutragen. Eine allgemein übliche
Herrschaftspraxis alter Monarchien, z.B.
war Kaiser Sigismund von Luxemburg gleichzeitig römisch-deutscher
König und auch König in Böhmen und auch König in Ungarn.
Aber
noch während man am Preußischen Hofe über das Ansinnen der Spanier
nachdachte, erhob sich die drohende Stimme
des französischen Monarchen Napoleon III., der da glaubte,
dass Preußen durch die spanische Krone zu mächtig werde. Er machte
deutlich, dass diese Unverfrorenheit unweigerlich zum
Kriege mit Frankreich führen würde.
Wilhelm I., König von Preußen, sagte den Spaniern daraufhin ab, was doch eine lobliche Entscheidung war und alle Beteiligten hätte zufrieden stellen müssen, außer die Spaniern natürlich. Doch Napoleon III. genügte das nicht. Er verlangte von Preußen die auferlegte Selbstverpflichtung, niemals eine Krone eines anderen Landes anzunehmen. Es scheint mir doch menschlich nachvollziehbar, dass Wilhelm I. ihm daraufhin einen dicken Vogel in Form der "Emser Depesche" zeigte. Das
wiederum schien das Nationalgefühl der Franzosen an der Ehre zu
rühren, sodass Napoleon III. Preußen nun umgehend den Krieg erklärte
und drei Armeen aufstellte. Was der hitzige
Kriegsdiplomat, der wohl nur den Namen seines
berühmten Ahnen, nicht aber dessen Kriegskunst geerbt hatte, seinem
Volk
damit antat, sollte sich bald herausstellen. Weitsichtig schien er auch
nicht gewesen zu sein, dann hätte ihm nicht entgehen dürfen, dass das
Königreich Preußen Mitglied des Norddeutschen
Bundes war, eine Staatengemeinschaft von immerhin 22
Ländern, denen die französiche Kriegserklärung nicht gleichgültig sein konnte. Auch das diplomatisch eigenständige Königreich Bayern schlug sich sofort auf die Seite Preußens. Nach
der verlustreichen Niederlage der
französichen Armee bei Sedan geriet Napoleon III. in
Gefangenschaft. Der Krieg, der am 19. Juli 1870
ausbrach,
war sechs Monate später wieder beendet.
Und
in der Euphorie des Sieges wurde der Preußenkönig
Wilhelm I. vor den anwesenden deutschen Fürsten zum Kaiser
des
Deutschen Reiches ausgerufen, was der sich
wohl nicht selbst ausgedacht hatte. Über
die Hintergründe dieser Zeremonie
schweigt allerdings die Geschichte.
Das war am 18. Januar 1871
im Spiegelsaal in Versailles. Und erst dieses Datum ist
somit die Geburtsstunde der Deutschen Nation, die es zu
keinem Zeitpunkt der Geschichte zuvor gegeben
hat !!!
Von
1866 bis eben dem 18. Januar 1871 gab
es den Norddeutschen Bund,
dieser wurde auf den Trümmern des Deutschen Bundes (
38
Mitgliedsstaaten) gegründet, der wegen
des
Deutschen Krieges zwischen Habsburgern und
den Hohenzollern auseinanderbrach. Dieser
Deutsche Bund löste das monströse Staatengebilde des Heiligen
Römischen Reiches Deutscher
Nation ab, welches von 962
bis 1806 existierte und
letztendlich an
der verfehlten Allianz gegen Napoleon scheiterte. Diesem Reich waren teilweise bis zu
350
Länder anhängig, darunter auch das slawische Königreich Böhmen, Prag
war sogar zeitweilig Haupt- stadt des Reiches.
Auch jene Menschen also gehen stiefmütterlich mit der Wahrheit um, die im Mittelalter von Deutschland sprechen ! Die
Reparationsleistungen der Franzosen,
5 Milliarden
Francs, für den von ihnen ausgelösten Französich-Preußischen Krieg
an das nun Deutsche Kaiserreich
waren in der
Tat beträchtlich und wohl dem "Verbrechen" nicht angemessen. Es
ist daher auch rein menschlich nachvollziehbar, dass
man dort einem neuen Krieg entgegenfieberte,
um das somit verschobene Kräftegleich- gewicht
wieder zu korrigieren. Die Ergebnisse des Französich-Preußischen Krieges 1870/1871
lieferten den Franzosen die hinlänglichen
Gründe für den abscheulichen Waffengang 1914-1918.
Für England war das wirtschachftliche Aufstreben des Deutschen Kaiserreiches nicht gerade zweckdienlich, es sah darin sogar eine Bedrohung seines Binnenmarktes und führte daher zur Diskreditierung deutscher Waren die Bezeichnung Made in Germany ein, wovon man erhoffte, dass der englische Bürger aus lauter Patriotismus diese Ware nicht kaufen werde. Doch da irrte das Königreich! Der englische Bürger kaufte die preiswerten und handwerklich überzeugenden deutschen Waren. Die eigentliche Schandbezeichnung wurde so zu einem Gütesiegel für Qualität. Der
Grund für England sich neben Frankreich auch an Russland zu binden,
war schlichtweg die Angst vor dem russichen Bären, dessen
asiatische Kolonialpolitik man fürchtete, und mit dem man sich die
asiatischen Weltsphären neu aufteilen wollte!
Russland selbst träumte immer noch davon, das alte Konstantinopel (heutiges Istanbul) von den Osmanen zu befreien, weil sich der Zar als Nachfolger des byzantinischen Kaisers sah (Das versuchte schon der Zar Peter der Große, aber er scheiterte an den muslimischen Kaukasusvölkern und verheizte allein dort mehr als eine halbe Million russischer Soldaten!). Dieser Wunsch ging natürlich einher mit der Vorstellung, die alleinige Kontrolle über den Zugang zum schwarzen Meer zu erlangen, das ging aber nur bei gleichzeitiger Beseitigung des Osmanischen Reiches an eben dieser Stelle! Zu Russland und England bliebe noch zu vermerken, dass sich beide bereits 1907 in Geheimverträgen zu einem unausweichlichen Waffengang gegen das Deutsche Kaiserreich verständigten, denn beide beanspruchten das persische Öl des Osmanischen Reiches, die einen im Norden, die anderen in Süden. Unglücklicherweise hatte der Sultan gerade den Deutschen die Abbaurechte als Bezahlung für die Bagdad-Bahn verschachert. Ausgesprochen dumm gelaufen für Russland und England, dass der Sultan sich aus deren Interessen nichts machte. Da blieb ihnen nur der Krieg, den sie haben wollten und auch bekamen! Und
das deutsche Flottenbauprogramm als Kriegsgrund
in Erwägung zu ziehen,
erscheint mir aus logischen Gesichtpunkten ebenso
absurd, wie Jesus Christus für die verhängnisvolle Klimaveränderung
der Gegenwart
verantwortlich zu machen.
Obwohl ich mir bei Letzterem gar nicht so sicher
bin, denn die Menschen handeln auch im
21. Jahrhundert leider noch allzu oft nur aus den
Blickwinkeln
ihrer veralterten Weltanschauung!
Das
taten auch die englischen Politiker mit dem Naval
Defense Act,
mit dem sie sich
das Wettrüsten förmlich auf die Stirn schrieben, weil sie zu jeder Zeit
eine größere Kriegsgflotte haben wollten, als die beiden nachfolgenden
Nationen zusammen aufbringen konnten, zu denen das Deutsche Kaiserreich
zu dem Zeitpunkt aber nicht gehörte!
Die Schuld des
Deutschen
Kaiserreiches bestand wohl offensichtlich darin, sich von den Erfolgen
seiner eigenen Diplomatie, die noch 1908/1909 (bosnische Kriese), 1911
(Marockokrise), und auch 1912/1913 (Balkankriege) einen möglichen
Weltkrieg verhindern konnte, blenden zu lassen.
Der Schlieffenplan war dann eine offensive Verteidigunsstrategie, die, und das wurde in Berlin bedauert, das neutrale Belgien einbeziehen musste. Um Durchmarscherlaubnis wurde diplomatisch ersucht, Reparationszahlungen von Anfang an in Erwägung gezogen. England verhinderte durch seinen politischen Druck auf Belgien eine deutsch-belgische Einigung. Dasselbe England hatte übrigens während der Marockokrise 1911 eine Verletzung der Neutralität Belgiens ohne Rücksicht auf eine belgische Zustimmung beabsichtigt, um gegen Deutschland zu marschieren, sollte der Konflikt in die von England gewünschte Richtung treiben! Zum Glück waren Frankreich und Deutschland umsichtiger und lösten den Konflikt auf diplomatischem Wege! Am 2. August. 1914 fiel Frankreich dann trotzdem ins Elsaß ein und besetzte die Vogesendörfer, konsquenter Weise erfolgte am 3. August die deutsche Kriegserklärung an Frankreich, was unnötig war, denn Frankreich hatte den Kriegszustand gegen das Deutsche Kaiserreich bereits mit seiner Mobilmachung vom 1. August 15 Uhr 40 hergestellt. Beide kriegstreiberischen Ereignisse des französichen Nachbarn lösten dann auf deutscher Seite den Schlieffenplan aus, um den somit ausgebrochenen Zwei-Fronten-Krieg mit den für damals nötig erachteten Maßnahmen schnell wieder zu beenden! Darauf hatte England nur gelauert und erklärte am 5. August 1914 dem Deutschen Kaiserreich den Krieg, was ebenso unnötig war, denn durch die Mobilmachung der Englischen Nordseeflotte am 28. Juli 1914 war das defacto schon geschehen, die Nordsee und somit die deutschen Küsten von England bereits zum Kriegsgebiet erklärt! Die Grenzverletzungen durch französiche Truppen waren jedoch nicht die ersten Kriegshandlungen des Weltkrieges. Diese fanden nämlich im Osten mit dem Einfall der russichen Njemen-Armee in Ostpreußen bereits am 31. Juli 1914 statt. Wohlbemerkt noch vor der Deutschen Mobilmachung, die am 1. August um 18 Uhr erfolgte. Damit war das Deutsche Kaiserreich der absolut letzte Staat, der mobil machte! Was hätte der deutsche Kaiser Wilhlem II. dem Zaren sonst auch antworten sollen? Nehmt euch alles, was ihr haben wollt in Deutschland, einschließlich der Menschen! - vielleicht?! Ritterlicher Weise hatte der Zar unter dem Eindruck der eindringlichen Friedensinitiative des Deutschen Kaisers tatsächlich im letzten Moment die russische Mobilisierung gestoppt und zurückgenommen! Aber die Generäle der russischen Kriegspartei hatten den Befehl ihres Monarchen nicht mehr befolgt, denn sie wollten den Krieg! MERKE: Wenn das Handeln des Deutschen Kaiserreiches trotzdem als Ausgangspunkt des Weltkrieges angesehen werden soll, kann das nur gelingen, wenn man sämtliche historischen Tatsachen, die zu diesem Kriege führten, beseitigt! Auch der Umstand, dass der 5-Milliarden Kriegskredit vom Reichstag erst am 4. August 1914 beschlossen wurde, zu einem Zeitpunkt, da England, Frankreich und Russland den Kriegsfall bereits durch ihr eigenes militärisches Tun herbeigeführt hatten, erhärtet die Vorstellung vom deutschen Verteidigungskrieg!!! Dem
Deutschen
Kaiserreich nebst dem Habsburger Reich
im Nachhinein für den Krieg
1914-1918 die Schuld anzulasten,
ging nur mittels militärischer Erpressung der
jungen deutschen Demokratie und der nach
Kriegsende fortgeführten
englischen Blockade und dem damit
aufgezwungen Hungertod von 1 Million
deutscher Zivilisten, was man beabsichtigte, bis ins
Unermessliche auszudehnen, sollten die definierten
Verlierer nicht unterschreiben!
... dabei
übersah man dummerweise, dass ganz Europa verloren hatte, nicht
nur sein Gesicht, sondern auf nicht
absehbarer Zeit auch seine Zukunft !
Außerdem
bleibt für uns alle noch die Frage zu beantworten, warum
wurde der US-amerikanische Präsident William McKinley wirklich ermordet?
Wollte auch er eine anglo-amerikanisch-deutsche Koalition eingehen, wie sie vom Briten Chamberlain 1898 ins Auge gefasst wurde, was einen Weltkrieg unmöglich gemacht hätte? |
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