Anmerkungen des Autors zu geschichtlichen Umständen
den Gefallenen gedenkend

            Setz ich Dir Blumen auf Dein Grab, so geb' ich Leben da,
            wo manche Träne tropft den Stein, der Deiner Lieben nah
            Vergessen Deiner Handlung Sinn, Dein Traum und auch Dein Leiden
            Vergessen auch Dein Weg dahin, den SIE arg verkleiden
            Doch war Dein Tod nicht ganz umsonst, denn ich betrat den Ort
            Vergessen konnt ich nimmer mehr, denn Unruh riss mich fort,
            zu suchen nach dem Sinn der Zeit, die Dich so leidlich strafte
            Gefunden hab ich alles nun, genug, was ich entlarvte
            Geschrieben hab ich dieses Buch für Dich und Deinesgleichen
            Begriffen hab ich wohl, was war, und verbeuge mich zum Zeichen!

wer die Wahrheit sucht
Ralf Schwart


In den Geschichtsbüchern findet man unter dem Jahr 1870/1871 die Bezeichnung Deutsch-Französischer Krieg- Diesen Krieg hat es jedoch nie gegeben ! -
Wenn man alle historischen Umstände unvoreingenommen betrachtet,  kommt man zum Schluss, dass es einen Krieg gab, den man als  Französisch-Preußischen Krieg bezeichnen sollte!

Da die menschliche Deutungskomponente der Sprache den erstgenannten Namen immer mit dem Urheber, in diesem Falle eines Krieges, identifiziert, manipulieren also die Geschichtsbücher  die Kriegsursache dahingehend, Deutschland hier als Aggressor zu benennen.


Das jedoch ist in zweierlei Hinsicht falsch:

1. Die Kriegserklärung, und somit der Krieg, ging von Frankreich aus !
2. Deutschland gab es nicht !



zu den Hintergründen:

Die spanische Monarchie konnte nach dem Verscheiden des Königs keinen Erben vorweisen. So beschloss man die Krone dem preußischen Erbprinzen anzutragen. Eine  allgemein  übliche  Herrschaftspraxis  alter  Monarchien,  z.B.  war  Kaiser Sigismund von Luxemburg gleichzeitig römisch-deutscher König und auch König in Böhmen und auch König in Ungarn.

Aber noch während man am Preußischen Hofe über das Ansinnen der Spanier nachdachte,  erhob sich die  drohende Stimme des  französischen Monarchen Napoleon III., der da glaubte, dass Preußen durch die spanische Krone zu mächtig werde. Er machte deutlich, dass diese  Unverfrorenheit  unweigerlich  zum Kriege mit Frankreich führen würde.
Wilhelm I., König von Preußen, sagte den Spaniern daraufhin ab, was doch eine lobliche  Entscheidung  war und alle  Beteiligten  hätte zufrieden  stellen  müssen, außer die Spaniern natürlich. Doch Napoleon III. genügte das nicht. Er verlangte von Preußen die auferlegte Selbstverpflichtung, niemals eine Krone eines anderen Landes  anzunehmen.   Es scheint  mir doch  menschlich  nachvollziehbar,  dass Wilhelm I.  ihm  daraufhin  einen  dicken  Vogel  in  Form der  "Emser Depesche" zeigte.
Das wiederum schien das Nationalgefühl der Franzosen an der Ehre zu rühren, sodass Napoleon III. Preußen nun umgehend den Krieg erklärte und drei Armeen aufstellte.  Was der hitzige  Kriegsdiplomat,  der wohl  nur den  Namen  seines berühmten Ahnen, nicht aber dessen Kriegskunst geerbt hatte, seinem Volk damit antat, sollte sich bald herausstellen. Weitsichtig schien er auch nicht gewesen zu sein, dann hätte ihm nicht entgehen dürfen, dass das Königreich Preußen Mitglied des Norddeutschen Bundes war, eine Staatengemeinschaft von  immerhin  22
Ländern, denen die französiche Kriegserklärung nicht gleichgültig sein konnte. Auch das diplomatisch eigenständige Königreich Bayern schlug sich sofort auf die Seite Preußens.

Nach  der  verlustreichen  Niederlage  der  französichen  Armee bei Sedan geriet Napoleon III. in Gefangenschaft.  Der Krieg, der am 19. Juli 1870  ausbrach,  war sechs Monate  später  wieder  beendet.  Und  in  der Euphorie des Sieges wurde der Preußenkönig Wilhelm I. vor den anwesenden deutschen Fürsten  zum Kaiser des  Deutschen  Reiches  ausgerufen, was  der sich  wohl  nicht  selbst ausgedacht hatte.   Über   die   Hintergründe   dieser   Zeremonie  schweigt   allerdings   die Geschichte.

Das war am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal in  Versailles.  Und erst dieses Datum ist somit die Geburtsstunde der  Deutschen Nation,  die es zu keinem  Zeitpunkt der Geschichte zuvor gegeben hat !!!


Von 1866 bis eben dem 18. Januar 1871 gab es den Norddeutschen Bund, dieser wurde  auf  den  Trümmern  des   Deutschen  Bundes  ( 38  Mitgliedsstaaten) gegründet,  der wegen  des  Deutschen  Krieges  zwischen Habsburgern  und  den  Hohenzollern  auseinanderbrach.   Dieser  Deutsche Bund  löste das  monströse Staatengebilde  des Heiligen Römischen  Reiches  Deutscher  Nation ab, welches von  962  bis  1806 existierte  und  letztendlich  an der verfehlten  Allianz  gegen Napoleon scheiterte.  Diesem Reich waren teilweise bis zu  350 Länder anhängig, darunter auch das slawische Königreich Böhmen, Prag war sogar zeitweilig Haupt- stadt des Reiches.
Auch jene Menschen also gehen stiefmütterlich mit der Wahrheit um, die im Mittelalter von Deutschland sprechen !


Die  Reparationsleistungen  der  Franzosen,  5  Milliarden  Francs,  für den von ihnen ausgelösten  Französich-Preußischen Krieg  an  das  nun   Deutsche Kaiserreich  waren in der Tat beträchtlich und wohl dem "Verbrechen" nicht angemessen.  Es ist daher auch rein menschlich  nachvollziehbar, dass  man  dort einem neuen  Krieg  entgegenfieberte,  um  das  somit  verschobene  Kräftegleich- gewicht wieder zu korrigieren.  Die Ergebnisse  des   Französich-Preußischen Krieges 1870/1871  lieferten den  Franzosen  die  hinlänglichen Gründe  für  den abscheulichen Waffengang 1914-1918. 
Für England war das wirtschachftliche Aufstreben des Deutschen Kaiserreiches nicht gerade zweckdienlich, es sah darin sogar eine Bedrohung seines Binnenmarktes und führte daher zur Diskreditierung deutscher Waren die Bezeichnung Made in Germany ein, wovon man erhoffte, dass der englische Bürger aus lauter Patriotismus diese Ware nicht kaufen werde. Doch da irrte das Königreich!  Der englische Bürger kaufte die preiswerten und handwerklich überzeugenden deutschen Waren. Die eigentliche Schandbezeichnung wurde so zu einem Gütesiegel für Qualität.
Der Grund für England sich neben Frankreich auch an Russland zu binden, war schlichtweg  die Angst  vor dem russichen Bären, dessen asiatische Kolonialpolitik man fürchtete, und mit dem man sich die asiatischen Weltsphären neu aufteilen wollte!
Russland selbst träumte immer noch davon, das alte Konstantinopel (heutiges Istanbul) von den Osmanen zu befreien, weil  sich  der Zar als  Nachfolger  des byzantinischen Kaisers sah (Das versuchte schon der Zar Peter der Große, aber er scheiterte an den muslimischen Kaukasusvölkern und verheizte allein dort mehr als eine halbe Million russischer Soldaten!). Dieser Wunsch ging natürlich einher mit der Vorstellung, die alleinige Kontrolle  über  den  Zugang  zum schwarzen Meer  zu erlangen,  das ging  aber nur  bei  gleichzeitiger  Beseitigung  des Osmanischen Reiches an eben dieser Stelle!
Zu Russland und England bliebe noch zu vermerken, dass sich beide bereits 1907 in Geheimverträgen zu einem unausweichlichen Waffengang gegen das Deutsche Kaiserreich  verständigten,  denn  beide  beanspruchten  das persische  Öl  des Osmanischen Reiches, die einen im Norden, die anderen in Süden.
Unglücklicherweise hatte der Sultan gerade den Deutschen die Abbaurechte als Bezahlung für die Bagdad-Bahn verschachert.
Ausgesprochen dumm gelaufen für Russland und England, dass der Sultan sich aus deren Interessen nichts machte. Da blieb ihnen nur der Krieg, den sie haben wollten und auch bekamen!
Und das deutsche Flottenbauprogramm  als  Kriegsgrund  in Erwägung zu ziehen, erscheint mir aus  logischen  Gesichtpunkten ebenso  absurd,  wie  Jesus Christus für die verhängnisvolle Klimaveränderung der Gegenwart verantwortlich zu machen. Obwohl  ich mir bei Letzterem gar nicht so sicher bin, denn die Menschen handeln  auch im  21.  Jahrhundert  leider noch allzu oft nur aus den Blickwinkeln ihrer veralterten Weltanschauung!
Das taten auch die englischen Politiker mit dem Naval Defense Act, mit dem sie sich das Wettrüsten förmlich auf die Stirn schrieben, weil sie zu jeder Zeit eine größere Kriegsgflotte haben wollten, als die beiden nachfolgenden Nationen zusammen aufbringen konnten, zu denen das Deutsche Kaiserreich zu dem Zeitpunkt aber nicht gehörte!
 
Die Schuld des Deutschen Kaiserreiches bestand wohl offensichtlich darin, sich von den Erfolgen seiner eigenen Diplomatie, die noch 1908/1909 (bosnische Kriese), 1911 (Marockokrise), und auch 1912/1913 (Balkankriege) einen möglichen Weltkrieg verhindern konnte, blenden zu lassen.
Der Schlieffenplan war dann eine offensive Verteidigunsstrategie, die, und das wurde in Berlin bedauert, das neutrale Belgien einbeziehen musste. Um Durchmarscherlaubnis wurde diplomatisch ersucht, Reparationszahlungen von Anfang an in Erwägung gezogen.  England verhinderte durch seinen politischen Druck auf Belgien eine deutsch-belgische Einigung.
Dasselbe England hatte übrigens während der Marockokrise 1911 eine Verletzung der Neutralität Belgiens ohne Rücksicht auf eine belgische Zustimmung beabsichtigt, um gegen  Deutschland zu marschieren, sollte der Konflikt in die von England gewünschte Richtung treiben!
Zum Glück waren Frankreich und Deutschland umsichtiger und lösten den Konflikt auf diplomatischem Wege!
Am 2. August. 1914 fiel Frankreich dann trotzdem ins Elsaß ein und besetzte die Vogesendörfer, konsquenter Weise erfolgte am 3. August die deutsche Kriegserklärung an Frankreich, was unnötig war, denn Frankreich hatte den Kriegszustand gegen das Deutsche Kaiserreich bereits mit seiner Mobilmachung vom 1. August 15 Uhr 40 hergestellt.
Beide kriegstreiberischen Ereignisse des französichen Nachbarn lösten dann auf deutscher Seite den Schlieffenplan aus, um den somit ausgebrochenen Zwei-Fronten-Krieg mit den für damals nötig erachteten Maßnahmen schnell wieder zu beenden!
Darauf hatte England nur gelauert und erklärte am 5. August 1914 dem Deutschen Kaiserreich den Krieg, was ebenso unnötig war, denn durch die Mobilmachung der Englischen Nordseeflotte am 28. Juli 1914 war das defacto schon geschehen, die Nordsee und somit die deutschen Küsten von England bereits zum Kriegsgebiet erklärt!
Die Grenzverletzungen durch französiche Truppen waren jedoch nicht die ersten Kriegshandlungen des Weltkrieges. Diese fanden nämlich im Osten  mit dem Einfall der russichen Njemen-Armee in Ostpreußen bereits am 31. Juli 1914 statt. Wohlbemerkt noch vor der Deutschen Mobilmachung, die am 1. August um 18 Uhr erfolgte. Damit war das Deutsche Kaiserreich der absolut letzte Staat, der mobil machte!
Was hätte der deutsche Kaiser Wilhlem II. dem Zaren sonst auch antworten sollen? Nehmt euch alles, was ihr haben wollt in Deutschland, einschließlich der Menschen! - vielleicht?!
Ritterlicher Weise hatte der Zar unter dem Eindruck der eindringlichen Friedensinitiative des Deutschen Kaisers tatsächlich im letzten Moment die russische Mobilisierung gestoppt und zurückgenommen! Aber die Generäle der russischen Kriegspartei hatten den Befehl ihres Monarchen nicht mehr befolgt, denn sie wollten den Krieg!

MERKE:

Wenn das Handeln des Deutschen Kaiserreiches trotzdem als Ausgangspunkt des Weltkrieges angesehen werden soll, kann das nur gelingen, wenn man sämtliche historischen Tatsachen, die zu diesem Kriege führten, beseitigt!
Auch der Umstand, dass der 5-Milliarden Kriegskredit vom Reichstag erst am 4. August 1914 beschlossen wurde, zu einem Zeitpunkt, da England, Frankreich und Russland den Kriegsfall bereits durch ihr eigenes militärisches Tun herbeigeführt hatten, erhärtet die Vorstellung vom deutschen Verteidigungskrieg!!!


Dem   Deutschen  Kaiserreich  nebst dem Habsburger Reich  im   Nachhinein  für den  Krieg  1914-1918  die  Schuld anzulasten, ging  nur  mittels militärischer Erpressung  der   jungen   deutschen  Demokratie  und  der nach Kriegsende fortgeführten  englischen  Blockade  und  dem  damit  aufgezwungen  Hungertod von  1 Million  deutscher  Zivilisten, was man beabsichtigte, bis ins Unermessliche auszudehnen, sollten die definierten Verlierer nicht unterschreiben!

... dabei übersah man dummerweise, dass ganz Europa verloren hatte,  nicht nur sein Gesicht, sondern auf  nicht  absehbarer  Zeit  auch seine Zukunft !

Außerdem  bleibt  für uns  alle noch die Frage zu beantworten, warum wurde der US-amerikanische Präsident William  McKinley wirklich ermordet?
Wollte auch er eine anglo-amerikanisch-deutsche Koalition eingehen, wie sie vom Briten Chamberlain 1898 ins Auge gefasst wurde, was einen Weltkrieg unmöglich gemacht hätte?


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